Hintergrund

WordPress Experten: 15 Jahre im selben System

Wir haben WordPress nicht von außen beobachtet, sondern anderthalb Jahrzehnte damit gearbeitet. Deshalb wissen wir, wann es repariert werden kann und wann es besser gehen sollte.

Woher wir kommen

Fast alles, was wir gebaut haben, lief auf WordPress

pluswordpress ist ein Angebot der Agentur medienplus GmbH, einer Agentur die seit vielen Jahren Unternehmenswebsites baut und betreut. In dieser Zeit war WordPress unser Standard, nicht eine Option unter vielen.

Wenn wir zurück blicken, ist die Liste lang. Gekaufte Themes und eigene Child-Themes. Page Builder in allen Generationen, von den frühen Kurzcodes bis zu den heutigen Baukästen. Eigene kleine Erweiterungen weil es für eine Anforderung nichts Passendes gab. Migrationen von einem Hoster zum nächsten, Relaunches mit Weiterleitungslisten über mehrere hundert Adressen, Mehrsprachigkeit, Shops, Mitgliederbereiche. Und die Nachtschichten nach einem Angriff bei denen man um vier Uhr morgens versteht, wie jemand hereingekommen ist.

15 Jahre in einem einzigen System klingen nach Enge. In Wirklichkeit war es das Gegenteil, weil sich WordPress in dieser Zeit mehrfach neu erfunden hat. Wer 2011 damit gearbeitet hat und heute wieder hineinschaut, findet kaum etwas wieder. Geblieben sind die Grundidee und ein Teil der Struktur unter der Haube. Alles andere, von der Bearbeitung über die Erweiterungen bis zum Umgang mit Sicherheit, hat sich mehrfach gewandelt. Man bleibt also nicht im selben System, man wächst mit ihm mit.

Dieses Wissen ist heute unser wichtigstes Arbeitsmittel. Eine gewachsene Installation besteht aus zehntausend bis fünfundvierzigtausend Dateien, verteilt auf Kern, Themes und Erweiterungen. Ohne Erfahrung braucht man mehrere Tage, nur um zu verstehen wo was liegt und was davon überhaupt noch eine Funktion hat. Wir erkennen die Muster schneller, weil wir sie über Jahre selbst angelegt haben. Am Ende bleiben von diesen Dateien meist rund fünfzig übrig.

Diese Vergangenheit reden wir nicht klein. Sie ist der Grund, warum wir in einer fremden Installation nach kurzer Zeit sehen wo es klemmt. Man erkennt die typischen Muster nur, wenn man sie selbst gebaut hat.

Entwicklung

Was sich in diesen Jahren verändert hat

Nicht WordPress ist schlechter geworden. Die Umgebung drumherum ist eine andere.

Damals

Ein CMS war die einzige Antwort

Wer eine Website wollte, die sich selbst pflegen ließ, brauchte ein System mit Datenbank und Login. Das war seiner Zeit die richtige Wahl und für viele Projekte lange Zeit alternativlos.

Dann

Der Baukasten kam dazu

Page Builder machten Layouts ohne Code möglich. Das war ein echter Fortschritt für die Geschwindigkeit im Projekt und gleichzeitig der Anfang vieler technischer Schulden, die wir heute abtragen.

Heute

Vieles geht auch ohne

In zwischen lassen sich Unternehmenswebsites schlanker bauen als noch vor zehn Jahren. Werkzeuge, Automatisierung und die Möglichkeiten heutiger Browser haben den Bedarf an einem vollwertigen System für viele Fälle kleiner gemacht.

Daraus folgt keine Ablehnung. WordPress betreibt einen erheblichen Teil des Netzes, hat eine große Gemeinschaft und wird weiterentwickelt. Für Projekte mit echter Redaktion ist es nach wie vor eine gute Wahl. Nur ist es eben nicht mehr automatisch für jedes Projekt die beste technische Basis, und genau diese Unterscheidung fehlt uns in vielen Angeboten.

Erfahrungswert

Was uns die Jahre beigebracht haben

Drei Erkenntnisse tauchen in fast jedem Projekt wieder auf. Sie klingen banal und werden trotzdem regelmäßig übergangen.

Erstens: Die entscheidende Frage ist nicht, was eine Website können soll, sondern wie oft jemand sie tatsächlich anfasst. Fast alle Fehlentscheidungen bei der Systemwahl gehen darauf zurück, dass diese Frage nie gestellt wurde. Ein Unternehmen, das zweimal im Jahr eine Telefonnummer ändert, bekommt eine Redaktionsoberfläche für zehn Personen und bezahlt sie über Jahre.

Zweitens: Der teuerste Teil einer Website ist selten der Bau, sondern der Betrieb. Wer beim Angebot nur auf die einmalige Summe schaut, übersieht die fünf Jahre danach. Wir rechnen deshalb immer beides vor.

Drittens: Dokumentation entscheidet darüber, ob ein Projekt nach einem Personalwechsel weiterlebt. Wir haben zu viele Installationen gesehen, bei denen das Wissen mit einer Person gegangen ist. Deshalb schreiben wir auf was wir tun, auch wenn es länger dauert.

Haltung

Wie wir arbeiten

Ein paar Grundsätze, an denen Sie uns messen können.

  • Wir prüfen zuerst, ob das vorhandene System noch gebraucht wird, und sagen es auch wenn die Antwort ja lautet.
  • Wir bewerten die Arbeit von Vorgängern nicht. Jede Installation hat ihre Geschichte und meistens gab es für jede Entscheidung einen Grund.
  • Wir dokumentieren so, dass ein anderer Dienstleister nahtlos übernehmen könnte. Bindung durch Wissen ist kein Geschäftsmodell.
  • Wir nennen Aufwände vorher und melden uns, bevor eine Schätzung gerissen wird.
  • Wir versprechen keine Rankings, keine Punktzahlen und keine unangreifbare Website.

Der letzte Punkt kostet uns gelegentlich einen Auftrag. Das ist in Ordnung. Wer Garantien für Google-Positionen hört, sollte misstrauisch werden, denn nichts Anderes als Vermutungen kann dahinterstecken.

Grenzen

Was wir nicht anbieten

Ehrlichkeit fängt bei dem an, was man nicht macht.

  • Keine neuen WordPress-Websites. Wir arbeiten ausschließlich an bestehenden Seiten.
  • Keine Markenentwicklung, keine Fotoproduktion, keine Kampagnen. Dafür gibt es Agenturen die das besser können.
  • Keine Konzeption eines kompletten Relaunches mit neuer Struktur und neuen Inhalten. Die technische Basis dazu bauen wir gern.
  • Keine laufende Betreuung von Shops mit Warenwirtschaft. Das ist ein eigenes Fachgebiet.

Wenn eine Anfrage nicht zu uns passt, sagen wir das im Erstgespräch und nicht nach der ersten Rechnung. Das wenigste an Ärger entsteht dadurch, dass man am Anfang klar ist.

Zahlen, die wir nicht nennen

Sie finden hier keine Kundenlogos, keine Projektzahlen und keine Bewertungen. Nicht weil es nichts gäbe, sondern weil solche Angaben ohne Nachweis wertlos sind. Fragen Sie im Gespräch nach Referenzen, dann nennen wir konkrete Fälle.

Praxis

Woran man Erfahrung tatsächlich erkennt

Erfahrung ist ein Wort, das jeder in seine Selbstbeschreibung schreibt. Deshalb hier ein paar Dinge, die man im Gespräch prüfen kann, bei uns wie bei jedem anderen Anbieter.

  • Wird zuerst nach Ihrer Situation gefragt oder sofort eine Lösung genannt?
  • Kommt die Frage, wie oft Sie Inhalte tatsächlich ändern? Sie entscheidet fast alles.
  • Wird der Aufwand vor Beginn genannt, mit einer Spanne statt einer Punktzahl?
  • Gibt es eine klare Aussage dazu, was beim Wechsel schiefgehen kann?
  • Bekommen Sie die Dokumentation, ohne danach fragen zu müssen?

Wenn drei dieser Punkte fehlen, lohnt ein zweites Angebot. Das gilt ausdrücklich auch für uns. Eine Website ist für die meisten Unternehmen eine Investition über Jahre und da ist Nachfragen keine Unhöflichkeit, sondern Sorgfalt.

Wie sich unsere Arbeit konkret aufteilt, steht auf den drei Seiten zu Rettung im akuten Fall, Ordnung im Bestand und Ablösung des Unterbaus. Wer in der Nähe sitzt, findet unter persönlicher Beratung in der Region die kurzen Wege.

Nächster Schritt

Reden wir über Ihre Website

Ein kurzes Gespräch reicht meist, um zu klären ob wir zueinander passen. Sie bekommen eine erste Einschätzung, auch wenn daraus kein Auftrag wird.